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04/12/2010

Hinter der Komplexität -4: Schatz für Schulen

"Unterrichtsmaterial Finanzkrise und Entwicklungsländer" heißen die Hintergrundinformationen, Links, Arbeitsblätter und Kopiervorlagen, die der WEED e.V., Brot für die Welt, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW sowie das Welthaus Bielefeld für die Oberstufe zusammengestellt haben.

Das ausgezeichnete Material hilft, das Thema auf viel-
schichtige Weise zu beleuchten, und wäre perfekt, wenn die AutorInnen auch noch die Gelegenheit genutzt und die herrschenden Vorstellungen von Wirtschaft hinterfragt hätten - aus männlicher und aus weiblicher Sicht. Dann würde es die LehrerInnen und vor allem die SchülerInnen inspirieren und unterstützen, auch mal vollständig aus den für selbstverständlich erachteten aktuellen Denkmustern auszuscheren, und sie in die Lage versetzen, ganzheitliche (und damit wirklich "nachhaltige") Kompetenz zu entwickeln.


Das komplette Material kann hier kostenlos abgerufen werden.

PS: An dieser Stelle übrigens gleich ein herzliches DANKESCHÖN an Katrin Fleischer und Kristin Radix von der Geschäftsstelle Berlin 21 e.V., die neben all ihrer anderen Arbeit auch noch einen superinformativen monatlichen Newsletter herausgeben. Durch ihn bin ich auf das o.g. Material aufmerksam geworden.

* * *

Tschüss (Plastik-)Müll: pfiffige Ideen rund ums "Upcycling" nicht nur zur Weihnachtszeit

Abfall vermeiden ist am besten. Aber wenn er schon mal entstanden ist, was dann? Neben Abfall trennen und "Recyclen" - also reinigen und wieder für dieselben Zwecke verwenden - breiten sich überall auf der Welt immer mehr clevere Ideen zum so genannten "Upcyclen" aus: dem Aufwerten der Abfallstoffe.

Z.B.:

Upcycle it! - How to crochet with plastic bags! from julia vernersson on Vimeo.



Mehr Ideen auf dem Blog von Upcycle it! ...

* * *

15/10/2010

WIR TRAUERN UM UNSEREN SCHIRMHERREN DR. HERMANN SCHEER


HERMANN SCHEER,
unbeirrbarer und unbequemer
Vor- und Querdenker
eines Zeitalters friedlicher Nutzung
all unserer natürlichen Stärken und Kräfte
zum Wohl der ganzen Weltgemeinschaft,
ist tot.

Aber seine kraftvollen und inspirierenden Gedanken
sowie die Erinnerung an sein leidenschaftliches Beispiel
dafür, dass der Einsatz für die persönliche
Überzeugung von einer "besseren Welt"
letztlich immer erfolgreich Früchte trägt,
leben fort.

Wir betrachten das Privileg seiner Schirmherrschaft
über unsere Arbeit rund um "EL PAN ALEGRE"
voller Stolz auch weiterhin
als Ansporn und Ermutigung.


In großer Trauer:
der Vorstand, die Geschäftsführung und
alle übrigen Mitglieder
von En Buenas Manos e.V.





HERMANN SCHEER,
vanguardista imperturbable y persistente
de una era de uso pacífico
de nuestras fuerzas y poderes naturales
en favor del bien de la comunidad mundial entera,
falleció.

Pero seguirán vivas
sus ideas dinámicas e inspiradoras,
al igual que el recuerdo de su ejemplo apasionado
de que el compromiso personal
con la lucha por un "mundo mejor"
siempre da fruto.

Nosotr@s de la ONG En Buenas Manos
consideramos el privilegio de que EL PAN ALEGRE
haya sido patrocinado por él,
con mucho orgullo también en el futuro,
como aliento y estímulo.

Muy tristes:
la presidencia, la secretaría y
tod@s l@s demás miembros
de En Buenas Manos

* * * * *

03/06/2010

ANDERES WICHTIGE UND INTERESSANTE ZWISCHENDURCH ...


1. "ABPFIFF FÜR ATOMKRAFT"


Gleich als allererstes die Info, dass heute (3.6.) von 17.30
bis 19.00 Uhr und morgen früh (4.6.) von 7.30 bis 8.30 Uhr
mit Trillerpfeifen, Kochtopfdeckeln und anderen lautstarken Instrumenten unsere Bundeskanzlerin und die anderen zu-
ständigen AmtsträgerInnen daran erinnert werden (müssen!), dass der Souverän, den sie vertreten, die deutschen
AKW ABSCHALTEN will: KEINE VERLÄNGERUNG
DER LAUFZEITEN!



Treffpunkt: vor dem Bundeskanzleramt, Willy-Brandt-Straße 1






* * * * * *


2. "GRÜNER NOBEL-PREIS" 2010 FÜR KUBANISCHEN "UMWELT-HELDEN"


Herzlichen Glückwunsch, Humberto Ríos Labrada! Der kubanische Wissenschaftler engagiert sich seit Jahren am nationalen Institut für Agrarwissenschaften (INCA) für den Erhalt und Ausbau der Biodiversität seines Landes.

In diesem Rahmen ist er auch einer der MitbegründerInnen des "Programms für die partizipative Pflanzenzüchtung" und einer der KoordinatorInnen von PIAL, des "Programms zur lokalen landwirtschaftlichen Innovation" (in Kooperation mit der Deutschen Welthungerhilfe), das ich im Februar in Kuba kennen und schätzen gelernt habe.

Das Besondere an den beiden Programmen: Hier arbeiten LandwirtInnen und WissenschaftlerInnen auf gleicher Augenhöhe zusammen, um unter dem Stichwort "Hilfe zur Selbsthilfe" altes Wissen mit modernen Erkennt-
nissen zu verbinden und damit die fruchtbare kubanische Erde in ein Nahrungsparadies zu verwandeln.

Der renommierte Goldman Environmental Prize, auch "Grüner Nobel-Preis" genannt, wird jährlich an sechs Menschen aus Graswurzel-
bewegungen in verschiedenen Erdteilen und Inselstaaten vergeben.







* * * * * *


3. AMARANTH-KÖRNER TO GO: "SEED-BALLS"

Angeregt von dem japanischen Mikrobiologen und Bauern Fukuoka Masanobu hat unser Vorstandsmitglied Anja Mocker zu unserem Einstand im FEZ-Berlin das Herstellungs-Prinzip der "Seed-Balls"
(dt. "Samenbällchen") mitgebracht.

Mit ihnen ist es möglich, die stecknadelkopfgroßen Amaranth- (aber natürlich auch alle anderen) Körner sicher zu transportieren und geschützt keimen zu lassen: Die Kugeln werden einfach auf die Erde eines Beetes oder Blumentopfes gelegt und feucht gehalten, bis die Keimlinge die Lehm-Schutzhülle durchbrechen und Wurzeln bilden.

Hatten vor allem die Kinder einen Riesenspaß am Matschen, Kneten und Formen der Bällchen mit dem Lehm-Erde-Gemisch (s. Fotostrecke im Blogbeitrag v. 3.5.), so sind es nun gerade die Erwachsenen, die uns die Kugeln geradezu aus den Händen reißen. Bis ins Allgäu sind sie auf diese Weise schon gerollt ;-)) ...





* * * * * *

05/04/2010

"Die 4. Revolution" in vollem Gange ...

..., jetzt auch in den Kinos!
















Es kann gar nicht oft und laut genug gesagt werden: Die Sonne stellt - auf verschiedene Weise - mehr als genug Energie für alle Menschen auf der Erde zur Verfügung.


Ihre intelligente dezentrale, an die je-
weiligen VerbraucherInnen maßgeschneidert angepasste Nutzung ist überall auf der Welt möglich und nötig.

Denn sie ist eine der Grundvoraussetzungen für den Übergang unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsmodelle - abhängig von wenigen monopolistischen Versorgern mit all den bekannten desaströsen Begleitumständen und Konsequenzen - hin zu einem prosperierenden Zusammenleben auf der Basis eigener lokaler und regionaler energetischer Kraft.

Also: BAHN FREI FÜR 100% ERNEUERBARE ENERGIEN! ATOMKRAFTWERKE SOFORT ABSCHALTEN!
(s. auch 5-Minuten-Info-Film)



























* * * * *

Projektwährung BROTGROSCHEN


Seit der Projektpräsentation beim Berliner Innovationskreis am 05.02.10 hat EL PAN ALEGRE eine eigene, weltwirtschaftsunabhängige Kreislaufwährung:
den BROTGROSCHEN.
































Mit ihm integrieren wir die erfolgreichen Erfahrungen aus CURITIBA/Brasilien auf dem Weg zu einer rund 70%igen Abfall-Recycling-Rate.

Der BROTGROSCHEN soll überall dort zum Einsatz kommen, wo
innerhalb des Projektkreislaufs Werte entstehen und weiterverarbeitet werden:

  • die Haushalte bekommen ihn, wenn sie ihre organischen Abfälle an die BetreiberInnen der Biogasanlage abgeben;
  • die BetreiberInnen der Biogasanlage bekommen ihn, wenn sie Biogas an die Bäckerei abgeben bzw. den hochwertigen Gärrest an die HerstellerInnen der Terra Preta;
  • die HerstellerInnen der Terra Preta bekommen ihn, wenn sie die fruchtbare Schwarzerde an die städtische und ländliche Garten- und Landwirtschaft abgeben;
  • die GärtnerInnen und LandwirtInnen bekommen ihn, wenn sie ihre mit der Terra Preta erzeugten Produkte (wie z.B. den Amaranth) an weiter-verarbeitende Betriebe (wie z.B. die Bäckerei) und
    die Haushalte abgeben,
  • und die Bäckerei wiederum erhält BROTGROSCHEN, wenn sie ihre mit Amaranth angereicherten Produkte an die Haushalte verkauft.

* * * * *

05/12/2009


"El Pan Alegre" im
Regionalen Aufbruch ...

























Dem "Berliner Inn
ovationskreis für Alternativen in Arbeit, Technik, Betrieben und Regionen" von Udo Blum schon seit fünf Jahren verbunden, war ich am 17. und 18.10.09 nun auch eingeladen, El Pan Alegre bei der aus dem Kreis hervorgegangenen Initiative "Regionaler Aufbruch" vorzustellen.

Neben der Präsentation hatte ich auf Anregung und mit Unterstützung von Horst Stapp/Bioenergiedorf im Oden-
wald
auch gleich komplette Amaranth-"Bausätze" für das nächste Frühjahr vorbereitet.

Dazu hatten freundlicherweise zur Verfügung gestellt ...


* die Schweizer Firma napac: "NaturePots" aus eigener Entwicklung
















*
Joachim Böttcher von der Firma Palaterra bei Mainz: Terra Preta
(die fruchtbare Schwarzerde) aus eigener Herstellung





















* Franz-Josef Bößl vom Netzwerk Deutscher Amarant:
Amaranth-Körner aus eigenem Anbau (er legte zu unserer Stärkung auch noch Amaranth-"Fitnesswürfel" bei)
















* und die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V.:

biologisch voll abbaubare
"Plastik"-Tüten aus 100% Maisstärke
(die man sich übrigens kostenlos zuschicken lassen kann!)

























Ihnen allen auch an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!


Die "Bausätze" wurden mir übrigens im Anschluss an die Präsentation von fünfzehn zukünftigen Amaranth-
"PflanzerInnen"
buchstäblich aus den Händen gerissen, womit zu meiner großen Freude der Grundstein für das El-Pan-Alegre-Netzwerk gelegt ist!

18/09/2009


Nachrichten von unserem Schirmherren ...


Hermann Scheer und sein dickschädeliges, visionäres und rebellisches Engagement für den weltweiten Umstieg
auf erneuerbare Energien (s.
Laudatio Mai '09/USA) brauchen wahrlich keine Werbung.

Aber uns als Verein, dessen Projekt El Pan Alegre seit Mai diesen Jahres unter seiner Schirmherrschaft steht, freut es doch immer wieder mächtig, wenn er den Kaisern dieser Welt den Spiegel vorhält und ihnen schnörkellos ins Gesicht sagt, dass sie statt des neuesten Modeschreis überhaupt keine Kleider anhaben (wie z.B. in Sachen DESERTEC) ...

Dabei unterstützen wir - selbst dickschädelig, visionär und rebellisch - ihn nun wirklich von Herzen gerne. Und machen dann doch Werbung hier -> nämlich für den Film mit ihm, der ab März 2010 in die Kinos kommt:



Vielen Dank für den Hinweis, Anja!

02/09/2009


Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!


Am 5.9., dem kommenden Samstag, gibt es noch einen Termin zum Vormerken: den 15. Geburtstag von mob e.V. - obdachlose machen mobil, der neben all der anderen engagierten Arbeit auch Herausgeber der besten Zeitung in/aus Berlin ist: des "strassenfeger"
(s. auch Post v. 18.7.09).


Ohne einen Pfennig staatlicher Unterstützung und damit unab-
hängig von politischen Interessen-
lagen gibt der Verein den vermeint-
lichen "Schmuddelkindern" der Gesellschaft (Schutz-)Raum und Stimme - und damit (wieder) Würde und Selbstbewusstsein.


Mit seiner Arbeit hilft mob e.V. sichtbar zu machen, dass in unserem zunehmend instabileren System Obdachlosigkeit die verschiedensten Facetten und persönlichen Hinter-
gründe hat und dass es neben der bewussten Entscheidung für ein Leben auf der Straße auch immer schneller ungewollt jede/n von uns treffen kann ...

Zum Geburtstag wünschen sich Vor-
stand und MitstreiterInnen von mob e.V. viele BesucherInnen auf ihrem Fest, viele Mitglieder für den Freun-
deskreis und viele FörderInnen der Stiftung "Ein Dach über dem Kopf" i.Gr. (s.
neueste strassenfeger-Ausgabe, hier mit freundlicher Genehmigung des CvD zu lesen).

Weiter ganz viel Glück und Erfolg in allen Bereichen Eurer so wichtigen und guten Arbeit!

Gefeiert wird von 10 bis 22 Uhr auf dem Helmholtzplatz in Prenzlauer Berg mit dem bereits 3. Pressefest des Vereins.

20/08/2009


Nicht nur in den Sommerferien:

"Mal ric
htig abschalten!"

Genauso wie der wachsende Plastiktüten-Abfallteppich auf den Ozeanen (s. vorhergehenden Beitrag) ist auch die Nutzung der Atomkraft mit dem anfallenden Atom-
Müll eine tickende Zeitbombe.

Beides richtet jetzt schon ungeheure Schäden an, wenn auch noch da, wo wir es nicht jeden Tag sehen (aber das ist ja wirklich nur noch eine Frage der Zeit).

Wir wissen das, alles, und zwar seit langem.


Daran erinnerte auch "Frontal 21" im letzten Sommer und noch an etwas anderes, sehr Wichtiges gerade
im Hinblick auf die kommenden Bundestagswahlen: nämlich daran, dass die CDU und ihre Kandidatin für eine neue KanzlerInnenschaft Angela Merkel gerade beim Thema Atomkraft gegen die Sicherheit der Menschen in ihrem Land und für die Atom-Industrie arbeiten.


Es lohnt sich, die 8 Minuten 44 Sekunden noch mal in voller Länge anzusehen ...



... und gleich einen oder mehrere der folgenden Termine vorzumerken:





































Zusätzlich können beim Umweltinstitut München e.V. auch Flyer heruntergeladen bzw. bestellt werden, die die gebetsmühlenartig wiederholten Lügen der Atom-
Lobbyisten auf handliche Weise zusammenfassen und widerlegen.

Und sowohl bei campact.de als auch beim Umwelt-
institut München e.V. kann online "Gegen den Ausstieg aus dem Atomausstieg" unterschrieben werden.

Vielleicht sehen wir uns alle am 5.9.09 um 13 Uhr am Berliner Hauptbahnhof? Ich werde da sein.


JETZT IST SCHLUSS MIT PLASTIK !


Jaaa, wir wissen es ja schon lange ... und haben sie trotzdem weiter gekauft und benutzt. Mal ehrlich: Wieviele Plastiktüten habt Ihr im Schrank oder unter der Spüle? Au weiah, ich hab eine ganze Kiste voll ...

Deshalb ein tief empfundenes
DANKESCHÖN an die MacherInnen des folgenden Filmchens, für den entscheidenden Tritt in meinen Allerwertesten!

Ihr findet ihn zusammen mit vielen anderen Ideen, Konzepten, Kontakten, Einkaufshilfen, Unternehmens-
informationen und vertiefenden Anregungen für das Leben in der "Ander-Welt" auf
Utopia.de.

02/08/2009


Hinter der Komplexität -3


Wohin das Geld der Welt fließt (s. Let's make MONEY, rechts unter der Blog-Rubrik "Filme") und die Zu-
sammenhänge, in denen das passiert - das bewegt glücklicherweise immer mehr Menschen weltweit und keine Warnung vor vermeintlich zu großer Komplexität kann sie mehr daran hindern.


So braucht es ja tatsächlich auch keine Bankausbildung oder ein Wirtschaftsstudium, um den Teufelskreis der globalisierten Wirtschaft zu verstehen: Weltweit arbeitende Konzerne, so genannte "Global Players", lassen in einer so genannten "Dritte-Welt"-Region für Hungerlöhne Rohstoffe fördern oder Waren produzieren, die letztendlich in Geschäften der so genannten "Ersten Welt" hochpreisig verkauft werden (s. das Beispiel der Kindersklaven in Indien, ebenfalls unter "Filme" zu sehen).

Von dem entstandenen Gewinn profitieren neben den Konzernen und deren Anteilseignern nur noch die Zwischenhändler und die Banken - die Regionen mit ihren Arbeitskräften und Rohstoffen gehen leer aus.

Dem müssen wir Nicht-Konzernlenker, Nicht-Anteils-
eigner, Nicht-Zwischenhändler und Nicht-Banker aber nicht ohnmächtig zusehen.

Immer mehr Regionen - auch hier in Deutschland -
gestalten ihre eigenen Wirtschaftskreisläufe und drucken dazu ihr eigenes Geld: das Regio-Geld. Dem EURO wertmäßig gleichgestellt, behält es diesen Wert aber nur, wenn mit ihm regional gewirtschaftet wird, also Waren und Dienstleistungen aus heimischer Produktion gekauft werden. Eine geringe Tauschgebühr deckt zum einen die Verwaltungskosten und fließt zum anderen in lokale soziale Projekte - so werden die Menschen einer Region auf verschiedene Weisen gestärkt (s. auch den Artikel von Ingrid Müller auf merkur-online.de).

Aber dieses System braucht noch Verbesserungen - und für die braucht es noch viel mehr AufbegehrerInnen und QuerdenkerInnen, die ihr Wissen und ihre Kraft einbringen. Eine weitere mögliche Anlaufstelle für sie: die Initiative regionaler leben, Teil des Regionalen Aufbruchs, mit dem auch El Pan Alegre verbunden ist.

28/07/2009


Hinter der Komplexität -2


Wer die Filme We feed the world / 2005 ("Wie wird unser Essen produziert? - Mangel im Überfluss") und Let's make MONEY / 2008 ("Wohin fließt das Geld der Welt? - Die Finanzkrise ist eine gesellschaftliche Krise") des öster-
reichischen Filmemachers
Erwin Wagenhofer gesehen hat, wird automatisch ein weiteres Mitglied in der Gruppe der (buddhistisch gesehen) weisesten Menschen (s. Post
v. 19.7.09) ...

We feed the world
wurde 2006 mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter mit dem Amnesty International Human Rights Award.

Let's make MONEY hat den Deutschen Dokumentarfilm-
preis 2009 gewonnen.

Ein Klick auf das jeweilige Foto führt zu den dazugehörigen Webseiten mit Trailern und Hintergrundinformationen:











We feed the world
steht im übrigen frei im Internet und kann hier gleich angesehen werden (Filmlänge 96 min.):


26/07/2009


Hinter der Komplexität

(s. auch Post vom 19.7.09)

Von allen Seiten fließen sie zusammen, die Konzept- und Aktionsströme für ein anderes gesellschaftliches Zusammen-
leben. I
mmer auf festem (Fakten-)Untergrund, vielfach phantasievoll und fröhlich (s. Post v. 4.7.09), bahnen sie sich kraftvoll und unaufhaltsam auch in Deutschland ihren Weg:
  • "Krönungswelle" und Filme zum Grundeinkommen;
  • "Wasser unterm Hammer" mit allen - gruseligen - Hintergrundinformationen, warum Wasser in Bürger(Innen)hand gehört und nicht in die Hände
    von profitorientierten P
    rivatgesellschaften;
  • "Deine Bahn" - Stoppt die Bahnprivatisierung des Bündnisses Bahn für Alle;
  • "Mal richtig abschalten!" von Campact zum Aktivwerden für die endgültige Abschaltung der Atomkraftwerke, deren Technologie der Büchse der Pandora gleichkommt;
  • "Abgespeist - Denn Etiketten lügen wie gedruckt" in Sachen verbraucherfeindliche Praktiken der Lebensmittelindustrie (Danke an foodwatch für Eure vielen nützlichen Infos);
  • "Abgeordnetenwatch" der überparteilichen Hamburger Bürgerinitiative Mehr Demokratie e.V. für eine direkte Verbindung zu (Euren Bundestags-)Abgeordneten;
  • und ... und ... und viele andere ... (s. auch unter Informative Links)
Das Projekt "El Pan Alegre/Das Fröhliche Brot" ist mit seinem Ansatz des mehrdimensionalen Wirtschaftens in Kreisläufen Teil dieser Neuen Welt, in die die Ströme münden. In Deutschland vernetzt mit der Bewegung des Regionalen Aufbruchs, knüpft es an ein umfassenderes Verständnis von Wirtschaft an, als es bisher gelehrt und praktiziert wird.

Riane Eisler hat dieses alte Denken in ihrem Buch "The Real Wealth of Nations" mit einem sechsteiligen Puzzle veranschaulicht, von dem gerade die drei Teile (als ver-
meintlich wertlos, unproduktiv und nicht gewinnbringend) ausgeschlossen waren, die Herz und Grundlage menschlichen Miteinanders (und damit auch Miteinander-Wirtschaftens) sind. So konnte natürlich kein stabiles und nachhaltig funktionierendes Gefüge entstehen.

19/07/2009


Auf die Finger geschaut ...


Wenn wir schon genau hingucken, wohin unser Geld fließt (s. vorheriger Post), dann gleich richtig. Und ohne voreiliges Zurückzucken, weil das doch angeblich eine so "komplexe" Angelegenheit sei. Denn da bin ich ganz buddhistisch und sage: "Weise Menschen sind in der Lage, die Komplexität eines Sachverhalts zu verstehen; die weisesten hingegen können hinter diese Komplexität schauen und die Einfachheit auf ihrer Rückseite finden."

Dr. Dieter Petschow gehört zur Gruppe der "weisesten Menschen" und er hat äußerst gründlich hinter die Komplexität des deutschen Finanzhaushalts mit seinen vielen Kassen geschaut. Das Ergebnis - eine Ver-
fassungsklage, die die RichterInnen zwecks Diskussion der darin enthaltenen harten Fakten an die Politike-
rInnen weitergeleitet haben - hat er schon 2005 öffentlich zugänglich gemacht.

Vor einer Woche war er mit den - aktualisierten - Zahlen erneut bei Udo Blum im Berliner Innovationskreis zu Gast. Wir ZuhörerInnen waren keine Finanzfachleute, aber die fundierte und trotzdem anschauliche und eindringliche Darstellung hat uns alle gepackt.

Ganz ehrlich: Eindeutiger kann man nicht vorrechnen, dass wir so nicht weiterwirtschaften können ...

















(aus: "+/- 0 Nichts!" - Folie 54, Dr. Dieter Petschow, Präsentation v. 10.7.09)

18/07/2009


An den Pranger!


Ich wünschte, das Lachen und die Freude (siehe vorheriger Post) wären fest als menschliche Grundrechte in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, aber vor allem in der UN-Kinderrechtskonvention verankert und darüber hinaus ein Pflicht-Unterrichtsfach im globalen Bildungssystem (gerade wo das so genannte "lifelong learning" - "lebenslanges Lernen" - zunehmend in den Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aufmerksamkeit gerückt wird).

Dann müsste es doch buchstäblich ein Kinderspiel werden, mit einer kollektiven Lachsalve schon präventiv all die Menschen zu Boden zu strecken, die es sich in den Kopf gesetzt haben, andere in Not und Elend zu stürzen und daraus noch Kapital für sich zu schlagen.

Und so eine Präventionsmaßnahme wäre dann doch wirklich viel humaner für alle Betroffenen, als wenn man z.B. gewissenlose, zynische Geschäftemacher/innen erst nach angerichtetem Unheil mit Schimpf und Schande und unter Konfiszierung ihres gesamten Vermögens für lange Jahre ins Gefängnis jagt - auf der Basis der bereits abgesegneten Rechte in Menschenrechts-Charta
und Kinderrechts-Konvention.

Mal abgesehen davon, dass es kein Pochen auf Marktwirtschaft geben darf,
wenn irgendwo auf der Welt Kinder, Frauen, Männer und Tiere unter Zwang und grausamen Bedingungen arbeiten sollen; hier kann und darf ich (als Bürger/in, als Konsument/in) immer das Recht in die eigenen Hände nehmen und etwas tun: nämlich die so produzierten Waren NICHT (MEHR) KAUFEN.

Diese Waren können uns überall begegnen, wie uns der
Dokumentarfilm "Kindersklaven" von Rebecca Gudisch und Tilo Gummel zeigt: z.B. aus Indien kommend als glitzernde Geschenkartikel bei der Firma Hoff Interieur (Eigenwerbung: "Marktplatz der Welt") oder - ebenfalls von dort - als Pflaster-steine auf dem Kölner Heumarkt und in einem Helios-Klinikum in Berlin; oder als irgendetwas anderes aus irgendeinem anderen Land ... Fangen wir doch überhaupt an, genauer nachzufragen, wo etwas herkommt oder hergestellt wurde, was wir kaufen wollen.

Ein großes Dankeschön an Marcel Nakoinz für seinen gleich-namigen Artikel in der Juli-Ausgabe des Berliner "strassen-feger". Und da nutze
ich gleich mal die Gelegenheit, um mich an dieser Stelle tief vor dem beispielhaften politjournalistischen Engagement in allen Berliner Obdachlosenzeitungen zu verneigen; mit scharfem Blick, treffsicheren Formulierungen und überhaupt einer hohen Professionalität haben sie die etablierten Tageszeitungen schon längst und weit hinter sich gelassen!


25/06/2009


Apuntes sobre ecofeminismo


Tomé el siguiente artículo de la edición actual de la
revista "Hacia el Sur", publicación de la ONG española ACSUR-Las Segovias.




Pueden descargar el artículo aquí.

Se lo presento porque siempre he considerado el llamado ecofeminismo un aspecto fundamental en las estrategias hacia la preservación de lo que nunca fue solo un medio ambiente, sino era, es y siempre será la madre ambiente (término adoptado de Frei Betto).


24/06/2009

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NACHTRAG

Am 28.5.09 habe ich bei einer Veranstaltung der ASW (Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt) zu ihren Ehren
die 83jährige Inderin
Krishnammal Jagannathan kennengelernt;
mit diesem Post möchte ich gerne Eure Aufmerksamkeit auf

sie selbst und ihre Arbeit lenken. Ich bin tief berührt worden.

















2008 ist sie zusammen mit ihrem Ehemann Sankaralingam mit dem Alternativen Nobelpreis (Right Livelihood Award) ausgezeichnet worden:
"... für zwei Lebenswerke, die der Umsetzung von Mahatma Gandhis Vision von sozialer Gerechtigkeit und nachhaltiger menschlicher Entwicklung gewidmet sind; dafür sind sie 'die Seele Indiens' genannt worden ..." (aus der Begründung der Jury).



Mehr Text- sowie Tonmaterial auf Englisch


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